Anbau von gv-Pflanzen: Einflusss auf Biodiversität?

Marienkäfer

Ob der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen die Biodiversität beeinflusst, wird seit längerem immer wieder diskutiert. Tatsache ist, dass die Biodiversität weltweit abnimmt und die Landwirtschaft zu den Hauptverursachern zählt. So werden durch die Anlage von Monokulturen und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln vielfach natürliche Lebensräume zerstört und dadurch die Artenvielfalt auf Agrarflächen verringert. Kritiker der Grünen Gentechnik befürchten, dass diese Entwicklung durch den Anbau gentechnisch veränderter Kulturpflanzen weiter verschärft wird. In zahlreichen wissenschaftlichen Studien ist untersucht worden, wie sich der Anbau von gv-Pflanzen tatsächlich auf die Artenvielfalt auf dem Feld auswirkt.

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Citrus greening

Obst und Gemüse: Vergessene Pflanzenkrankheiten

Bisher kommt die Gentechnik fast ausschließlich bei Nutzpflanzen zum Einsatz, für die es einen internationalen Markt gibt. Die Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten, die bei regional angebauten Pflanzen auftreten, ist für große Firmen wirtschaftlich uninteressant. Hier gibt es zahlreiche öffentliche Forschungsprojekte, aber kaum Marktzulassungen. Ein Grund dafür sind die hohen Zulassungskosten.mehr

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Bernd Hommel

Pflügen, Chemie oder Bt-Mais?

Der Maiszünsler (Ostrinia nubilalis) ist in Deutschland ein ernstes Problem für den Maisanbau, der inzwischen 2,5 Millionen Hektar erreicht hat und weiter wächst. Bei starkem Befall kann dieser Schädling bis zu 50 Prozent Ertragsverluste verursachen. Mit Fruchtfolge, chemischen oder biologischen Mitteln ist er nur schwer zu bekämpfen und breitet sich von Jahr zu Jahr weiter in Deutschland aus. Mittlerweile entsteht jährlich ein Schaden von elf bis zwölf Millionen Euro. Welche alternativen Bekämpfungsmethoden können den Maiszünsler stoppen und wie umweltverträglich sind diese? bioSicherheit sprach dazu mit Bernd Hommel vom Julius-Kühn-Institut in Kleinmachnow. mehr

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Goldener Reis

Biologische Anreicherung: Pflanzen statt Pillen

Millionen von Krankheits- und Todesfällen, vor allem in Entwicklungsländern, sind auf einen Mangel an Mikronährstoffen wie Vitamine und Spurenelemente zurückzuführen. In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern werden deshalb Nährstoffpräparate und industriell angereicherte Lebensmittel verteilt. Wissenschaftler arbeiten nun daran, die wichtigsten Nahrungspflanzen etwa mit Provitamin A, Zink und Eisen anzureichern. Dabei kommen auch gentechnische Methoden zum Einsatz. mehr

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Banane

Krankheitsresistente Bananen und dürretoleranter Mais

Nur in drei afrikanischen Ländern werden derzeit gentechnisch veränderte Nutzpflanzen kommerziell angebaut. In Forschung und Entwicklung hingegen setzt man zunehmend auch auf gentechnische Verfahren. Die Wissenschaftler arbeiten vor allem an Pflanzen, die an lokale Anbaubedingungen besser angepasst oder nahrhafter sind. Währenddessen verstärken viele afrikanische Regierungen ihre Bemühungen, den Umgang mit gentechnisch veränderten Pflanzen in ihren Ländern zu regulieren.mehr

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Pflanzenforschung China

Grüne Gentechnik in China: Zögern vor dem großen Sprung

Kaum ein Land investiert so viel in die Pflanzenbiotechnologie wie China. 2008 legte die Regierung ein vier Milliarden Dollar schweres Forschungsprogramm auf. Das Ziel: Bis 2020 sollen bei zahlreichen Kulturarten neue gentechnisch veränderte Sorten entwickelt werden, unabhängig von den großen global agierenden Agro-Biotechnologiekonzernen und deren Patentansprüchen. Doch angebaut werden bisher nur gv-Baumwolle und gv-Pappeln - und noch immer gibt es in China noch immer keine nennenswerte landirtschaftliche Nutzung gv-Lebens- oder Futtermittelpflanzen.mehr

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Biotechnologische Züchtungsverfahren der nächsten Generation

Unternehmen und Forschungsinstitute arbeiten an einer Reihe neuer biotechnologischer Züchtungsmethoden. Die Verfahren heißen beispielsweise „Zink-Finger-Technologie“ oder „Oligonukleotid-gerichtete Mutagenese“ und sollen die Pflanzenzüchtung erheblich beschleunigen. Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission (Joint Research Center, JRC) kommt zu dem Ergebnis, dass Züchter diese Methoden bereits heute praktisch nutzen und kommerzielle Anwendungen in absehbarer Zeit zu erwarten sind. Ob die damit hergestellten Pflanzen als gentechnisch veränderte Organismen einzustufen sind, ist noch offen. mehr

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Transgener und nicht-transgner Lachs teaser

Fische, Schweine, Mücken: Gentechnik bei Tieren

Bisher werden in der Landwirtschaft keine gentechnisch veränderten Tiere genutzt. In der Entwicklung befinden sich jedoch eine Reihe von Tieren, bei denen etwa Wachstum oder Krankheitsresistenz mit Hilfe gentechnischer Methoden verändert wurden. Zur Bekämpfung von Pflanzenschädlingen und Krankheitserregern werden transgene Insekten entwickelt.mehr

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Pharmapflanzen: Der Stand der Dinge

Weltweit nehmen die Bemühungen zu, gentechnisch veränderte Pflanzen ebenso wie bisher z.B. Bakterien oder Hefen als Produktionsorganismen für Impfstoffe und andere pharmazeutisch wirksame Substanzen zu nutzen. In den USA und Kanada, verstärkt aber auch in Europa und hier vor allem in Frankreich, werden solche Pflanzen in Freisetzungsversuchen getestet und daraus gewonnene Arzneimittel bereits klinisch geprüft. Für die Biologische Sicherheit ergeben sich beim Anbau von Pharmapflanzen völlig neue Anforderungen. mehr