Raps: Ergebnisse der Sicherheitsforschung
Pollenausbreitung und Auskreuzung von gv-Raps in konventionellen Raps
Raps-Pollen kann durch Wind und Insekten über weite Strecken transportiert werden. Dennoch führt das nicht zwangsläufig zu hohen Auskreuzungsraten.
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Denn: Raps ist überwiegend Selbstbefruchter. Selbst bei direktem Kontakt kommt es nur bei etwa 30 Prozent zu einer Fremdbefruchtung.
Sollte gentechnisch veränderter Raps angebaut werden, muss die Koexistenz mit konventionellen Rapskulturen gewährleistet sein. Wie bei anderen Kulturarten sind auch bei Raps zufällige und technisch unvermeidbare GVO-Einträge unterhalb des Schwellenwerts von 0,9 Prozent ohne Kennzeichnung der Ernteprodukte erlaubt, sofern der jeweilige gv-Raps in der EU zugelassen ist.
Um Koexistenz zu gewährleisten, sind nicht nur die Auskreuzungsraten zu berücksichtigen. Ein Problem könnte vor allem "Durchwuchsraps" darstellen: Keimen gv-Rapspflanzen in späteren Jahren aus, könnten sie ihre Samen in einem konventionellen Bestand verbreiten.
Versuche und Studien zu Fragen der Koexistenz beim Anbau von gv-Raps
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Forschungsprojekte: Ergebnisse im ÜberblickThema: Auskreuzung von gv-Raps in benachbarte konventionelle Rapsbestände Ergebnis (1): Zwei gv-Rapssorten mit verschiedenen Herbizidresistenzen wurden nebeneinander angebaut und mit einer Mantelsaat aus nicht-transgenem Raps umgeben. Mit zunehmender Entfernung nahmen die GVO-Einträge in allen Richtungen stark ab und lag in 50 m Entfernung unabhängig von der Windrichtung im Mittel unter 0,1Prozent. Durch eine zehn Meter breite Freifläche zwischen den unterschiedlichen Rapsflächen wurde die Einkreuzung in Pflanzen des inneren Randbereichs der Mantelsaat deutlich reduziert. Ergebnis (2): Mit zunehmender Entfernung nahm die Pollenzahl deutlich ab. Die Auskreuzung in benachbarte nicht-transgene Parzellen lag im Durchschnitt unter 0,3 Prozent. Der Schwellenwert von 0,9 Prozent kann selbst in unmittelbar benachbarten Feldern eingehalten werden. Die Auskreuzungsereignisse waren im Untersuchungsjahr unabhängig von der Windrichtung. Ergebnis (3): Auskreuzungen in benachbarte Rapsfelder liegen für gewöhnlich bereits nach kurzer Distanz unter 0,9 Prozent. Geringere Auskreuzungsraten konnten aber bis in 26 Meter Entfernung von der Quelle nachgewiesen werden. |
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Thema: Pollenausbreitung durch Wind und blütenbesuchende Insekten Ergebnis: In einem Abstand von 10 m von der Rapsfläche ist nur noch ca. 4,5 Prozent bzw. max. 37 Prozent der am Feldrand gemessenen Pollenmenge vorhanden. Eine weiträumige Ausbreitung erfolgt vor allem durch Insekten: Die Erdhummel hat eine Aktionsradius bis zu zwei Kilometer, Honigbiene von fünf bis maximal vierzehn Kilometer. |



