Raps: Ergebnisse
Forschungsverbund GenEERA
Modellierungen zum großflächigen Ausbreitungsverhalten von Raps
Der Forschungsverbund GenEERA (Generische Erfassungs- und Extrapolationsmethoden der Raps-Ausbreitung) hatte zum Ziel, mit Hilfe von Modellierungen das Ausbreitungsverhalten von Raps für Norddeutschland abzuschätzen. In die Modellierungen sind vielfältige Daten eingeflossen, so etwa die Auswertung von Freilandbeobachtungen, Satellitenbild-Informationen, kartografisch erfasste Landschaftszusammenhänge und botanische Gutachten.
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Ergebnisübersicht GENEERAGenEERA I- Modellierungen zum Ausbreitungsverhalten von Raps im Landschaftsmaßstab - Gesamtkoordination Ergebnis: Die entwickelten Modelle sind ein geeignetes Instrument, um die Ausbreitung von Raps im Landschaftsrahmen Norddeutschlands abzubilden. Dabei zeigt sich: Sollte in nennenswertem Umfang gv-Raps landwirtschaftlich genutzt werden, würde dieser sich über Jahrzehnte auch außerhalb der Anbauflächen ausbreiten. Bislang konnten nicht alle Ursachen von Variabilität in dem Modell Berücksichtigung finden. GenEERA II- Modellierungen zur Abschätzung des Ausbreitungsverhaltens von Raps im Landschaftsmaßstab - Regionalstudie Niedersachsen Ergebnis: Die mit Hilfe des entwickelten Modells gelieferten Ergebnisse zeigten, dass im Rapsanbau bei einem GVO-Anteil von 50 Prozent und in geringerem Maße bei 10 Prozent mit flächendeckenden Einträgen von gv-Raps in konventionelle Felder und Wildrapspopulationen zu rechnen ist. Die Höhe der Einträge ist von verschiedenen Faktoren abhängig. GenEERA III- Modellierungen zur Abschätzung des Ausbreitungsverhaltens von Raps im Landschaftsmaßstab - Regionalstudie Schleswig-Holstein Ergebnis: Erste Fallstudien zeigen, dass die Feldgröße einen großen Einfluss auf den GVO-Anteil im Erntegut der konventionellen Anbaufläche hat. Ab einer Feldgrößen von ca. 15 Hektar bleibt der gv-Rapsanteil unter 0,5 Prozent. Mantelsaaten von zehn Meter Breite können den GVO-Polleneintrag in Nachbarfelder stark verringern. Bei hohen Samenverlusten während der Ernte und nicht angepasster Bodenbearbeitung kann es selbst bei einem einmaligen gv-Rapsanbau noch mehrere Jahre im nachfolgenden konventionellen Rapsanbau zu GVO-Verunreinigungen des Erntegutes kommen. GenEERA IV- Modellierungen zum Ausbreitungsverhalten von Raps im Landschaftsmaßstab - Regionalstudie Nordostdeutschland Ergebnis: In der regionalen Verteilung des Rapsanbaus in Norddeutschland zeigten sich deutliche regionale Zentren, in denen der Rapsanbau mittlere Anbaukonzentrationen von 15 bis 25 Prozent an der gesamten Ackerfläche erreichte. Auf gut 80 Prozent kehrt der Rapsanbau nach zwei- bis dreijähriger Anbaupause auf die gleiche Fläche zurück, was zu einer Etablierung flächendeckender und dauerhafter Wildrapspopulationen führt. Neben Ausfallraps gehörten der Ackersenf, die Besenrauke und teilweise der Hederich zu den am häufigsten im Agrarraum vorkommenden potenziellen Auskreuzungspartnern für gv-Raps. Diese Arten kamen auf 25-30 Prozent aller Ackerflächen vor.
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