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Bundesministerium für Bildung und ForschungbioSicherheit : Gentechnik - Umwelt - Pflanzen

Raps: Ergebnisse der Sicherheitsforschung

Bienen und gv-Raps


Bienen sammeln Nektar und Pollen. Sie unterscheiden bei der Wahl der Blüten nicht zwischen gentechnisch veränderten und konventionellen Pflanzen. Die biologische Sicherheitsforschung hat in einigen Projekten mögliche Folgen für die Umwelt untersucht.

Bei Raps spielen Bienen eine Rolle als Bestäuber. Rapspollen werden durch Bienen von Blüte zu Blüte getragen - und das weiträumig. Pollen dient den Bienen aber auch als Nahrung und zur Aufzucht der Larven. Wird gv-Raps in der Nähe angebaut - wie hoch sind dann die Anteile an Pollen aus gv-Raps in der Bienennahrung?

 

Forschungsprojekte: Ergebnisse im Überblick


Thema:  An der Verbreitung von Rapspollen sind sowohl Wind als auch Insekten beteiligt. Unter praxisnahen Bedingungen wurde das Ausmaß einer Pollenverbreitung von gentechnisch verändertem herbizidresistentem Raps sowohl über den Wind als auch über Insekten ermittelt.

Ergebnis: Wichtigste Pollenüberträger des Rapses auf verwandte Pflanzenarten sind Wildbienen. Bei den vergleichenden Untersuchungen der transgenen mit der nicht-transgenen Rapssorte waren keine Unterschiede in der Artenzusammensetzung der Blütenbesucher festzustellen. Die Pollenübertragung und damit Auskreuzung des Herbizidtoleranz -Gens auf nicht-transgene Rapspflanzen ist möglich.


 

Thema: Am Beispiel der Honigbiene und zwei Wildbienen-Arten wurde untersucht, wie hoch der Anteil von gv-Rapspollen an dem gesammelten Pollen hat. Pollen dient als Futter für die Bienenlarven.

Ergebnis: Alle untersuchten Bienenarten haben gv-Rapspollen aus den Versuchsparzellen gesammelt und an ihre Brut verfüttert. Der Anteil an gv-Rapspollen betrug bei der Honigbiene 0,1-3,0 Prozent, bei der Hummel bis 3,4 Prozent. Bei den Mauerbienen lag der Anteil hingegen bei bis zu 11 Prozent.

Eine Mantelsaat aus konventionellem Raps reicht nicht aus, um eine Pollenausbreitung durch Bienen in angrenzende Kulturflächen zu verhindern. Auch in einer Entfernung von 100 Metern enthielten über 30 Prozent der Brutzellen der Mauerbiene gv-Rapspollen. Der Anteil gv-Pollen am Larvenfutter erreichte in 25 Metern 1,6 Prozent, in 100 Metern 0,8 Prozent.


 

Thema:  Kann es im Bienendarm zu einer Übertragung von Raps-Genen auf die dort vorhandenen Mikroorganismen kommen?

Ergebnis: Unter natürlichen Bedingungen im Freiland konnte ein Gentransfer von Herbizid- Resistenz-Genen (Wirkstoff: Glufosinat ) aus Pollen von gv-Raps auf Darmbakterien nicht nachgewiesen werden.

Im Darm der Bienen ließen sich ca. 140 unterschiedliche Bakterienarten nachweisen. Mehr als ein Drittel aller Darmbakterien war gegenüber dem Herbizid Glufosinat resistent, allerdings hatte keines der resistenten Bakterien das in gv-Raps vorhandene pat‑Gen aufgenommen. Die Resistenz war also natürlich, unabhängig vom gv-Raps-Anbau vorhanden.

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12. Dezember 2007 [nach oben springen]