Ausbreitungsfähigkeit von Raps begrenzen
Neue Forschungsprojekte
Verglichen mit anderen Kulturarten hat Raps ein großes Ausbreitungspotenzial. So können Rapssamen lange Zeit im Boden überdauern, keimen dann oft erst nach Jahren und wachsen als Durchwuchsraps in den Folgekulturen. Auf diesem Wege kann es zu ungewollten Vermischungen und zu Auskreuzungen kommen. In mehreren Forschungsprojekten werden von 2008-2011 Strategien entwickelt und überprüft, die die Ausbreitungsfähigkeit von Raps begrenzen.
Forschung Info
- SiFo-Projekt: Prognosemodell für Durchwuchsraps, JKI Quedlingburg (2008-2011)
- SiFo-Projekt: Genetische Untersuchungen zur Vererbung der Überdauerungsneigung (sekundäre Dormanz), Uni Göttingen (2008-2011)
- SiFo-Projekt: Raps mit geringerer Überdauerungsneigung – eine Strategie zur Kontrolle des Gentransfers über Durchwuchsraps, Uni Hohenheim (2008-2011)
- SiFo-Projekt: Sorten mit geschlossener Blüte - eine sinnvolle Strategie zur Begrenzung der Pollenausbreitung bei Raps? JKI Quedlinburg (2008-2011)
Ist Raps "koexistenzfähig"?
Auch für Raps gilt: Sollte gentechnisch veränderter Raps in Europa angebaut werden, muss eine Koexistenz mit konventionellem Rapsanbau gewährleistet sein. Doch seine biologischen Eigenschaften machen das für Raps nicht gerade einfach: Nicht nur, dass die Rapsblüten für Insekten äußerst attraktiv sind. Raps kann auch außerhalb der kultivierten Flächen überleben. Vor allem aber: Rapssamen hat die Fähigkeit, über Jahre im Boden zu überdauern. Wird gv-Raps angebaut, wären solche "durchwachsenden" Pflanzen eine Quelle für GVO -Einträge in konventionelle Bestände.
Hintergrund
Hintergrund: Debatte

