Ergebnisse der Sicherheitsforschung
Bt-Mais und Schmetterlinge
Bei Bt -Mais produziert die Pflanze selbst einen Stoff, der für ihre Fraßfeinde giftig ist. Der bedeutendste Maisschädling, gegen den sich Bt-Mais richtet, ist der Maiszünsler . Da der Maiszünsler ein Schmetterling ist, liegt die Frage nahe, ob auch andere Schmetterlinge durch Bt-Mais geschädigt werden können.
|
Forschungsprojekte: Ergebnisse im ÜberblickThema: Die meisten Schmetterlinge wie etwa Kohlweißling oder Pfauenauge ernähren sich zwar nicht von Mais, leben aber in der Ackerbegleitflora in der Nähe von Maisfeldern und können so mit Bt-Pollen oder -pflanzenteilen in Kontakt kommen. Wenn die Blühzeit des Mais mit dem Raupenstadium der Schmetterlinge übereinstimmt, könnten die Larven das Bt-Toxin über verwehten Pollen aufnehmen. Ergebnis (1): Kohlmotten-, Kohlweißlings- sowie junge Tagpfauenaugenlarven zeigten bei Fütterungsversuchen mit Bt-Pollen (Bt176) im Vergleich zu unbehandelten Kontrolltieren in unterschiedlicher Empfindlichkeit eine höhere Mortalität, fraßen weniger und wuchsen langsamer. Ältere Raupen sind dabei weniger empfindlich als jüngere. Ergebnis (2): Schmetterlinge in der Acker- begleitflora: Unterschiede zwischen der Bt-Variante und der isogenen Kontrolle konnten in keinem der drei Untersuchungsjahre nachgewiesen werden. Dagegen gab es eine deutlich geringere Häufigkeit von Schmetterlingslarven auf ihren Futterpflanzen in den mit Insektizid behandelten Parzellen. Ergebnis (3): Fütterungsversuche: Pollen einer transgenen Maislinie (Bt176) beeinträchtigte Kohlmotten- und Kohlweißlingslarven. Larven einer Erdeulenart (Raupen, die sich im Boden verpuppen) wurden nicht merklich geschädigt. Ergebnis (4): Schmetterlinge in der Acker- begleitflora: Im Labor war ein negativer Einfluss des Maispollens von Bt176-Sorten auf Schmetterlingsraupen gefunden worden. In den Freilandversuchen konnte dagegen bisher kein negativer Effekt des Bt-Maispollens nachgewiesen werden.
|
|
Thema: Nach Fraßschäden durch Schmetterlingslarven werden von Maispflanzen flüchtige Stoffe (Duftstoffe, volatile Stoffe) abgegeben, die Gegenspieler (Parasitoide) der Schmetterlinge anlocken. Die Pflanze verteidigt sich so indirekt gegen ihre Fraßfeinde. Dieses Zusammenspiel zwischen Pflanze, Schmetterling und Parasitoid könnte durch eine veränderte Abgabe flüchtiger Stoffe in Bt-Mais beeinflusst werden. Ergebnis: In Feld und Labor gab es keine qualitativen Unterschiede in der Duftstoffabgabe zwischen den Maissortenpaaren (transgen/nicht transgen).
|




