Ergebnisse: Bt-Mais und Nicht-Zielorganismen
Ökosystem Maisfeld
In nennenswertem Umfang wächst er in der EU bislang nur in Spanien,
andere EU-Länder, darunter Deutschland und Frankreich, haben seinen Anbau
vorerst verboten. Gentechnisch veränderter insektenresistenter Bt-Mais, der einen Wirkstoff gegen seinen Fraßfeind Maiszünsler selber produziert,
ist seit 1998 in der EU für den Anbau zugelassen.
Sollte es in Europa zum großflächigen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen kommen, dann wird es vor allem Bt-Mais sein.
Die Sicherheitsforschung hat sich in zahlreichen Projekten mit Bt-Mais beschäftigt. Dabei ging es vor allem um die möglichen Auswirkungen auf das Agrarökosystem Mais mit einer Vielzahl so genannter "Nicht‑Zielorganismen".
In inzwischen abgeschlossenen Projekten 2005-2008 wurde auch Bt-Mais untersucht, der gegen den Maiswurzelbohrer (Diabrotica v.virgifera), einen Käfer, wirksam ist. Dieser Mais ist in der EU nicht für den Anbau zugelassen. Aber der Schädling hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich in Europa ausgebreitet und 2007 erstmals auch Deutschland erreicht.
Forschungsprojekte: Ergebnisse im ÜberblickThema: In einem Maisfeld leben jede Menge kleine und kleinste Tiere, die eine Artengemeinschaft bilden und jeweils einen Platz innerhalb der Nahrungskette einnehmen. Diese Tiere kommen mit dem Bt-Toxin in Berührung, entweder direkt, indem sie von der Pflanze fressen oder indirekt, indem sie Beutetiere verspeisen oder parasitieren, die Bt-Pollen oder Bt-Pflanzenteile gefressen haben. Ergebnis (1): Sowohl bei den Insekten der Krautschicht als auch bei den "Pollenfressern" und "Blütenbesuchern" gab es sortenbedingte Unterschiede, aber keinen Bt-Effekt. Schwankungen wurden auf unterschiedliche Boden- und Witterungsbedingungen zurückgeführt. Es gab auch starke Schwankungen zwischen den Jahren. Ergebnis (2): Die Analysen geben keinen Hinweis darauf, dass Bt-Mais einen Einfluss auf die Häufigkeit und Artenvielfalt von Nicht-Zielorganismen hat. Für einige Insektengruppen konnte jedoch ein deutlicher Effekt durch das gespritzte Insektizid festgestellt werden. Ergebnis (3): Die Wahl der Maisvarianten - Bt-Mais oder eine konventionelle isogene Vergleichssorte - hatte keinen erkennbaren Einfluss auf das Vorkommen von Arthropoden, Blattläusen und deren Gegenspieler. Ergebnis (4): Es wurden in allen drei Versuchsjahren keine signifikanten Unterschiede zwischen Bt-Mais und den konventionellen Kontrollflächen im Vorkommen von Nicht-Zielorganismen wie auch von Vögeln beobachtet.
Ergebnis (5): Der Anbau von Bt-Mais zeigte bisher keine negativen Effekte auf Nützlinge (Blattlausarten, Zikaden, Schlupfwespen, Florfliegen, Schwebfliegenlarven und –eier, Marienkäfer, räuberische Wanzen und Spinnen.)
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Ergebnis (6) Blattkäfer: Blattkäfer sind mit dem Maiswurzelbohrer verwandt, gegen den der hier untersuchte Bt-Mais (MON 88017) wirksam ist. Insbesondere junge Larvenstadien von drei untersuchten Blattkäferarten erwiesen sich gegenüber dem reinen Cry3Bb1-Protein auf ihren Futterpflanzen als empfindlich. Die Sterblichkeit war erhöht, die Gewichtszunahme und Verpuppungsrate verringert. Bei der Verfütterung von Maispollen an Larven von zwei Blattkäferarten wurde hingegen kein negativer Einfluss auf Sterblichkeit, Gewichtszunahme oder Verpuppungsrate der Larven beobachtet. Für die untersuchten Arten ist unter Freilandbedingungen
eine akute Schädigung unwahrscheinlich, da die über den Pollen aufgenommene
Toxinmenge vermutlich weit unterhalb der ermittelten LD50 ‑Dosis
liegt.
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Ergebnis (7) Spinnen: Ergebnis (8) Spinnen: Labor- und Feldstudien zeigen, dass die braune Kugelspinne Bt-Toxin über ihre Beutetiere aufnimmt. Niedrigere Konzentrationen weisen daraufhin, dass es abgebaut und ausgeschieden wird und sich nicht in der Spinne anreichert. Erste Versuche im Labor mit Bt-Mais-gefütterter Beute ergaben keine negativen Effekte auf Überleben und Fortpflanzung der Spinne.
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Ergebnis (9) Blattläuse: Ergebnis (10) Schlupfwespen: Schlupfwespen der Art Trichogramma sind natürliche Gegenspieler des Maiszünslers und werden deshalb auch zu seiner Bekämpfung eingesetzt.
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Ergebnis (11) Bienen: |
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