Bt-Konzept
Mit Hilfe der Gentechnik ist ein Gen aus einem Bodenbakterium auf Mais übertragen worden. Dieser Mais produziert nun ein Bt-Toxin, einen Wirkstoff, der für seine Fraßfeinde giftig ist. Fraßinsekten, die auf die jeweilige Toxin-Variante empfindlich reagieren, nehmen mit Pflanzenteilen den für sie tödlichen Wirkstoff auf.
Hintergrund
- Mit den Waffen von Bakterien gegen Fraßinsekten
- Bacillus thuringiensis: Die Karriere eines Bakteriums
- Jörg Romeis im Gespräch: "Die Bt-Technologie hat dem integrierten Pflanzenschutz neue Impulse gegeben." (11/2005)
Schädling Maiszünsler
Der Maiszünsler ist der wichtigste "Zielorganismus" von gentechnisch verändertem Bt-Mais. Das in den Maispflanzen gebildete Bt-Toxin greift die Larven des Schädlings auch dort an, wo sie bislang sicher waren: Im Innern des Stängels.
Hintergrund
Schädling Maiwurzelbohrer
Eingeschleppt aus Nordamerika, breitet sich ein neuer Maisschädling in Europa aus: Der Westliche Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera). Gentechnisch veränderter Bt-Mais, der gegen den Schädling resistent ist, befindet sich in Europa im Zulassungsverfahren.
Hintergrund
- Ein Schädling erobert Europa
- Stefan Vidal (Universität Göttingen) im Gespräch: "In Regionen, wo wir Mais auf Mais anbauen, wird es Probleme geben." (03/2003)
Risikoabschätzung bei Bt-Pflanzen
Bei der Zulassung von Bt-Pflanzen geht es um komplexe ökologische Zusammenhänge. Die Frage ist: Sind für jede Pflanze und die von ihr möglicherweise betroffenen Nicht-Zielorganismen eigene Untersuchungen erforderlich? Oder lassen sich geeignete Standardtests entwickeln? bioSicherheit sprach darüber mit Angelika Hilbeck und Jörg Romeis.
Hintergrund
Toxin-Gehalt in Bt-Mais
Der Bt-Toxin-Gehalt in gentechnisch veränderten Bt-Pflanzen ist nicht in allen Pflanzenteilen gleich. Er schwankt je nach Sorte und Entwicklungsstadium der Pflanze, aber auch je nach Standort und Witterung. In welchem Rahmen bewegen sich solche Schwankungen und ergeben sich daraus Probleme für die Sicherheitsbewertung?
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