Ergebnisse der Sicherheitsforschung
Ökosystem Boden
Durch eine gentechnische Veränderung bilden Bt -Mais-Pflanzen einen insektiziden Wirkstoff, mit dem sie sich gegen ihre Fraßfeinde wehren können: Bt‑Protein . Die Larven der Schädlinge nehmen Bt-Toxin mit der Nahrung auf und sterben daran. Das Protein verbleibt während der gesamten Wachstumsperiode und auch nach der Ernte in der Pflanze und gelangt vor allem über verrottende Pflanzenreste auch in den Boden.
Insbesondere bei Bt-Mais, der gegen den Maiswurzelbohrer wirksam ist, wird viel Bt-Protein (Cry3Bb1) in den Wurzeln gebildet, da die Larven des Schädlings dort die Pflanze angreifen.
Die Sicherheitsforschung hat sich mit den Abbauprozessen des Bt-Proteins und mit möglichen Auswirkungen auf Bodenorganismen beschäftigt.
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Forschungsprojekte: Ergebnisse im ÜberblickThema: Im Boden eines Maisfeldes leben viele Organismen, die abgestorbenes Pflanzenmaterial zersetzen wie z.B. Trauermücken oder Hornmilben. Diese Primärzersetzer werden ihrerseits zur Beute z.B. von räuberischen Laufkäfern. Hat Bt-Toxin in Pflanzenresten und Boden einen schädigenden Einfluss auf die Bodenbewohner? Ergebnis (1): Im Freilandversuch wurden im Vergleich der Fraßaktivität der Bodenfauna in den verschiedenen Maisvarianten - Bt-Mais MON88017, isogene Sorte sowie zwei weitere konventionelle Sorten - keine Unterschiede gefunden. Im Vergleich der Fraßaktivitäten an unterschiedlichen Ködertypen in einer Maisvariante (isogen) wurden in manchen Jahren sortenspezifische Unterschiede festgestellt. Laufkäfer: Bei Häufigkeit und Artenspektrum der Laufkäfer waren keine Unterschiede zwischen den verschiedenen Maisvarianten zu erkennen. Ergebnis (2): Insgesamt zeigten sich zwischen den untersuchten Maissorten weder signifikante Unterschiede in der Zahl abbauender Bodenorganismen noch im Abbau des Blattmaterials.
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Ergebnis (3) Trauermückenlarven: Labor: Bt-Protein Cry3Bb1 in Maispflanzenstreu beeinträchtigt eTrauermückenlarven bis zur getesteten Menge von 16,45 Mikrogramm pro Gramm nicht in ihrer Entwicklung. Freiland: Streu der Bt-Maissorte MON88017 wurde im Freiland nicht langsamer zersetzt als die Maisstreu von Nicht-Bt-Sorten. Auch die Diversität der Zweiflügler wurde nicht beeinträchtigt. Ergebnis (4) Trauermückenlarven:
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Thema: Bt-Protein, das die Bt-Maispflanze selbst zu ihrem Schutz gegen Fraßfeinde produziert, gelangt über verrottende Pflanzenreste und wahrscheinlich auch durch Ausscheidungen der Wurzeln in den Boden. Doch wie schnell wird es im Boden abgebaut? Könnte es sein, dass sich Bt-Protein dort anreichert, wenn über mehrere Jahre auf einem Feld Bt-Pflanzen angebaut werden? Ergebnis (1): Es zeigten sich keine Unterschiede in der Bakteriengemeinschaft des wurzelnahen Bodens, die auf die gentechnische Veränderung zurückzuführen sind. Ergebnis (2): Im Wurzelboden waren die Cry1Ab-Gehalte im Mittel 30.000 mal niedriger als in den Wurzeln. Ergebnis (3): Bt-Protein (Cry1Ab) in Pflanzenwurzeln führt zu geringfügigen Verschiebungen in der Mikroorganismen-Gemeinschaft. Die sind geringer als Veränderungen durch unterschiedliche Böden, Alter der Pflanzen oder variable Feldbedingungen. 8 |
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Thema: Böden haben je nach Standort unterschiedliche Eigenschaften, z.B. unterschiedliche Gehalte an Tonmineralien und organischer Substanz. Welche Bodeneigenschaften beeinflussen die Bindung der Bt-Proteine sowie auch deren Verlagerung im Boden? Ergebnis (1): Bt-Protein Cry3Bb1 bindet stärker an die Tonfraktionen der untersuchten Parzellen als Cry1Ab. Im Oberboden wurde das Cry3Bb1-Protein stärker an die Tonfraktion gebunden als in den Unterböden. Ergebnis (2): Je höher der Gehalt an organischer Substanz ist, besonders in den Oberböden, desto geringer ist die Bindung des Bt-Toxins.
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