Fragen und Antworten
Was ist Bt-Mais?
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Bt-Mais ist Mais, der durch eine gentechnische Veränderung einen insektiziden Stoff - Bt‑Toxin - bildet, der bestimmte Fraßinsekten abtötet. Das Gen, das in den Mais übertragen wurde, stammt aus dem Bodenbakterium Bacillus thuringiensis . Daher das Kürzel Bt. Die insektizide Wirkung dieses Bakteriums ist seit langem bekannt. Im Gegensatz zu vielen chemischen Insektiziden ist Bt-Toxin für den Menschen harmlos und wird schnell abgebaut. Deshalb werden Bt-Präparate insbesondere im ökologischen Landbau als biologisches Pflanzenschutzmittel eingesetzt. |
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Bt-Toxin ist ein Protein, d.h. ein Eiweiß, das von Bacillus thuringiensis zunächst in einer ungiftigen Form gebildet wird. Erst im Darm bestimmter Fraßinsekten wird es in eine giftige Variante umgewandelt. |
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Die Toxine in Bt-Pflanzen und in Bt-Präparaten sind in ihrer Wirkung vergleichbar. In beiden liegt das Toxin in einer Vorstufe (Protoxin) vor, die erst im Darm durch bestimmte Enzyme in aktives Toxin umgewandelt wird. Unterschiedlich ist, dass die in die Pflanze eingeführten Bt-Gene verkürzt und an die Pflanze angepasst worden sind. Das Protein liegt dort nicht als Kristall, sondern gelöst vor. |
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Weltweit werden vor allem Bt-Mais-Sorten kommerziell genutzt, die eine Resistenz gegen den Maiszünsler besitzen. Auch der in Europa für den Anbau zugelassene Bt-Mais MON810 bildet Bt-Toxin Cry1Ab, das spezifisch für diesen Schädling giftig ist. |
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In Regionen mit hohem Zünslerbefall hat Bt-Mais gegenüber anderen Bekämpfungsmethoden deutliche Vorteile: Er wirkt gezielt, effektiv und zuverlässig. Der Landwirt kann auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zur Zünslerbekämpfung verzichten, er spart Arbeitszeit und Kosten für den Maschineneinsatz. Zudem vermeidet er Ertragseinbussen durch abgeknickte Pflanzen, die bei starkem Zünslerbefall bis zu dreißig Prozent betragen können. |




