Streitfall Markergene
Markergene - das sind bisher fast immer Antibiotikaresistenz-Gene. Seit längerem stehen sie in der Kritik. Auch wenn diese nicht von allen Wissenschaftlern geteilt wird - ihre Verwendung ist inzwischen vorsorglich eingeschränkt. In der EU werden gentechnisch veränderte Pflanzen nicht mehr zugelassen, wenn sie bestimmte Antibiotikaresistenz-Gene enthalten.
Hintergrund
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Antibiotikaresistenz-Gene: Erst unverzichtbar, dann nicht mehr erwünscht
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Neues EFSA-Gutachten: Gefährdung durch Markergene "unwahrscheinlich" (13.06.2009)
Ergebnisse
- Nehmen Bakterien Pflanzengene auf? Der Stand des Wissens
- Horizontaler Gentransfer: Forschungsprojekte und Ergebnisse im Überblick.
- "Entscheidend ist der Selektionsdruck." Kornelia Smalla im Gespräch.
Neue Markergene
Andere Marker könnten die Aufgabe der umstrittenen Antibiotikaresistenz-Gen übernehmen. Doch einfach ist das nicht: Markergene müssen charakteristische biochemische Reaktionen auslösen, die einfach und zuverlässig nachzuweisen sind, ohne das übrige Stoffwechselgeschehen in der Pflanze zu beeinflussen.
Einige alternative Markergene erfüllen diese Anforderungen. Ein Forschungsprojekt hat sich näher mit ihnen beschäftigt.
Hintergrund
Negative Marker
Nachdem sie ihre Aufgabe erfüllt haben, sind Markergene nicht mehr notwendig. Es ist durchaus möglich, sie nach Gebrauch wieder zu entfernen. Auf ein äußeres chemisches Signal sterben diejenigen Pflanzen ab, die ein Markergen tragen.
Grundsätzlich scheint das Konzept zu funktionieren. Doch bis zu einem praktischen Einsatz ist es noch ein weiter Weg.
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