Mais:
Horizontaler Gentransfer ohne Bedeutung
Vielfach wird befürchtet, dass Antibiotikaresistenz-Gene aus gentechnisch veränderten Pflanzen auf Bakterien übertragen und dadurch bestimmte Antibiotika unwirksam werden könnten. Wissenschaftler aus Frankreich und der Schweiz haben die Bodenbakterien eines Feldes untersucht, auf dem zehn Jahre lang Bt-Mais angebaut wurde. Ihr Fazit: Transgene Pflanzen spielen keine Rolle bei der Verbreitung von Antibiotika-Resistenzen.
Horizontaler
Gentransfer:
Nehmen Bakterien Pflanzengene auf?
Bakterien besitzen die Fähigkeit, untereinander Erbmaterial austauschen - sogar über Artgrenzen hinweg. Doch können sie auch Pflanzen-DNA aufnehmen? Wenn das so wäre, könnten Bakterien auch jene Gene nutzen, die neu in gentechnisch veränderte Pflanzen eingeführt worden sind. Das könnte auch jene Antibiotikaresistenz-Gene betreffen, die viele gentechnisch veränderte Pflanzen als Marker enthalten.
Doch alle Forschungsprojekte, die sich mit dieser Frage beschäftigten, kommen zu einem übereinstimmenden Ergebnis: Ein solcher horizontaler Gentransfer ist zwar prinzipiell möglich, doch ein extrem seltenes Ereignis.
Ergebnisse
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Horizontaler Gentransfer: Forschungsprojekte und Ergebnisse im Überblick.
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"Entscheidend ist der Selektionsdruck." Kornelia Smalla im Gespräch.
Hintergrund
Pappeln: Geben Agrobakterien Gene weiter?
Transgene Pappeln werden mit Hilfe des Bodenbakteriums Agrobacterium tumefaciens erzeugt. Das Bakterium dient als Transportmittel, um die gewünschte Erbinformation in die Pflanzezelle einzubringen. Ein aktuelles Projekt der Sicherheitsforschung untersucht, ob es zu einem Gentransfer zwischen Agrobakterien und anderen im Gewebe der Pflanze lebenden Bakterien kommen könnte.
Forschung Info:
Hintergrund:
Agrobakterien-Transformation:
Alles sicher?
Das Bodenbakterium Agrobacterium tumefaciens kann Abschnitte seiner Plasmid-DNA in das Genom von Pflanzen übertragen. Diese Fähigkeit des Bakteriums macht man sich bei der Erzeugung trangener Pflanzen zunutze. Forscher des Max-Planck-Instituts für Züchtungsforschung in Köln und der Universität Bielefeld haben nun herausgefunden, dass neben der Plasmid-DNA auch andere Abschnitte aus der DNA der Agrobakterien in das Pflanzengenom eingeschleust werden können. Hat man dadurch eine Sicherheitslücke entdeckt? BioSicherheit sprach mit Bernd Weisshaar von der Universität Bielefeld.

