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Bundesministerium für Bildung und ForschungbioSicherheit : Gentechnik - Umwelt - Pflanzen

Debatte bei bioSicherheit


Debatte präsentiert Texte und Standpunkte, welche auf ganz unterschiedliche Weise dazu beitragen, die Diskussion um die Grüne Gentechnik durch neue Blickwinkel, überraschende Sichtweisen und erhellende Perspektivenwechsel zu beleben. Zur Debatte stehen wissenschaftliche Themen, aber auch gesellschaftliche Wahrnehmungen der Wissenschaft. Debatten-Texte sind allgemein verständlich geschrieben und darum bemüht, die Trennung zwischen gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Diskussion zu überwinden.

Kommentare und Hinweise auf geeignete deutsch- oder englischsprachige Texte sind ausdrücklich erwünscht.

Dieses Zeichen weist daraufhin, dass ein Text kommentiert werden kann.

 

Welternährung: Mit oder ohne Gentechnik?


Vom 16. bis 18. November 2009 fand in Rom der "World Food Summit" statt, eine Zusammenkunft von Regierungschefs und Nichtregierungsorganisationen, zu der die FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) eingeladen hatte. 2009 stieg die Zahl der Menschen, die an Hunger und Unterernährung leiden, weltweit auf über eine Milliarde. Kann die Grüne Gentechnik einen Beitrag leisten, um Hunger und Armut zu reduzieren? BioSicherheit sprach mit zwei Experten.

 

Sicherheitsforschung: Wozu? Von wem? Wie unabhängig?


Biologische Sicherheitsforschung in der Pflanzenbiotechnologie: Welche Erwartungen werden an diese gestellt? Wie können sich Interessierte über aktuelle Ergebnisse informieren? Das waren die Leitfragen einer Podiumsdiskussion, die im Rahmen der Abschlusskonferenz des von der EU-Kommission geförderten Biosafenet-Projekts am 29. Juni 2009 in Berlin stattfand. BioSicherheit befragte Experten und Teilnehmer der Diskussionsrunde.

 

Wie viel Wissenschaft? Wie viel Politik?
Die Diskussion um die EU-Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Pflanzen


Der EU-Rechtsrahmen und das Verfahren zur Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen stehen in der Kritik. Frankreich hat vorgeschlagen, bei der Zulassung künftig auch soziökonomische Kriterien zu berücksichtigen, die CSU und Landwirtschaftsminister Seehofer wollen, dass die Landkreise über den Anbau von gv-Pflanzen entscheiden können. Über einzelne Reformvorschläge, aber auch um grundsätzliche Fragen des Verhältnisses von Wissenschaft und Politik sprach bioSicherheit mit Maria Weimer, die am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz promoviert.

 

"Gefühlte Risiken" und die Rolle der Wissenschaft


Risiken werden von der Öffentlichkeit oft anders wahrgenommen als ihre tatsächliche wissenschaftliche Bewertung. Über unterschiedliche Kriterien, die "Laien" und "Experten" dabei anwenden, Vertrauen in die Wissenschaft und die Notwendigkeit einer guten Risikokommunikation sprach bioSicherheit mit Prof. Andreas Hensel, dem Präsidenten des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

 

Der Streit um die Grüne Gentechnik: Warum spielen Wissenschaftler nur eine Nebenrolle?


Noch immer wird Grüne Gentechnik in erster Linie als Risiko wahrgenommen. Obwohl es seit Jahren eine biologische Sicherheitsforschung gibt, ist die Auffassung weit verbreitet, mögliche Folgen gentechnisch veränderter Pflanzen für die Umwelt seien nicht erforscht. Während viele Politiker diese Sichtweise  sogar noch bestätigen, sind Wissenschaftler in der öffentlichen Debatte kaum zu vernehmen. - bioSicherheit sprach darüber mit Wolfgang van den Daele, Soziologe und Mitglied im Nationalen Ethikrat, und mit Karl-Heinz Kogel, Biologe und Agrarwissenschaftler an der Universität Gießen.

 

Anbau von gv-Raps:
Ist Koexistenz möglich?


Das Koexistenz-Gebot gilt auch für Raps: Allerdings: Seine biologischen Eigenschaften machen es nicht einfach. Nicht nur, dass die Rapsblüten für Insekten äußerst attraktiv sind. Raps kann auch außerhalb der kultivieren Flächen überleben. Vor allem aber: Rapssamen hat die Fähigkeit, über Jahre im Boden zu überdauern. Wird gv-Raps angebaut, wären solche "durchwachsenden" Pflanzen eine Quelle für GVO-Einträge in konventionelle Bestände.

Noch steht auf den Feldern in der EU kein gv-Raps. Oft ist zu hören, eine Zulassung müsse schon deswegen verweigert werden, weil Raps "nicht koexistenzfähig" sei. Doch stimmt das? Was sagt die Wissenschaft? - bioSicherheit hat dazu Experten aus der Sicherheitsforschung befragt.

 

Epigenetik: Konsequenzen für die Sicherheitsbewertung transgener Pflanzen?


Das Bild der Gene hat sich verändert. Es ist weitaus komplexer als noch vor ein paar Jahren. Wie Gene reguliert werden und damit die Eigenschaften eines Organismus beeinflussen, ist nicht allein in der DNA festgelegt. Auch andere Strukturen sind daran beteiligt. Das Wissen um die Gene und ihre Regulation nimmt rasch zu.

Doch was bedeutet das für die Sicherheit transgener Pflanzen? Ist die Erkenntnis größerer Komplexität gleichbedeutend damit, dass die Folgen gentechnischer Veränderungen weniger vorhersehbar sind? - bioSicherheit sprach darüber mit zwei Experten.

 

"Die Europäer weisen ein wirksames Werkzeug für eine bessere Landwirtschaft zurück."

Von Brian Johnson


Er sagt von sich, er sei "sein ganzes Leben lang ein Grüner". Als leitender Mitarbeiter bei English Nature hat er über Jahre verfolgt, wie sich neue landwirtschaftliche Verfahren auf Biodiversität und Umwelt auswirken. Nun plädiert er für einen Kurswechsel. Er sieht die Gentechnik als Werkzeug, um neue Pflanzen zu entwickeln, mit denen eine nachhaltigere Landwirtschaft möglich wird. Auf einer Tagung der Gesellschaft für Ökologie in Bremen trug er seine Überlegungen vor.

 

Risikoabschätzung für Bt-Pflanzen:
Zwei Konzepte


Bei der Zulassung von Bt-Pflanzen geht es um komplexe ökologische Zusammenhänge. Die Frage ist: Sind für jede Pflanze und die von ihr möglicherweise betroffenen Nicht-Zielorganismen eigene Untersuchungen erforderlich? Oder lassen sich geeignete Standardtests entwickeln? In der Wissenschaft wird derzeit über verschiedene Konzepte diskutiert.

bioSicherheit sprach darüber mit Angelika Hilbeck und Jörg Romeis.

 

Vier Fragen an fünf Experten:
Was ist ein ökologischer Schaden


Wie jede landwirtschaftliche Nutzung gibt es auch beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen Wechselwirkungen mit dem sie umgebenden Ökosystem. Die Folge sind etwa Veränderungen in der Biodiversität. Doch: Was liegt in der "natürlichen Dynamik" und was wäre ein "ökologischer Schaden"? So häufig dieser Begriff in der Diskussion auftaucht - einen Konsens, was darunter zu verstehen ist, gibt es nicht. bioSicherheit hat verschiedene Experten zu diesem Thema befragt.

 

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14. Oktober 2009 [nach oben springen]