Bt-Mais MON863
EFSA bleibt dabei: Keine Bedenken
(28.06.07) Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat in einer Stellungnahme den gentechnisch veränderten Bt-Mais MON863 erneut als sicher für Mensch, Tier und Umwelt bewertet. MON863 war wiederholt in die Kritik geraten. Dabei ging es immer wieder um eine vom Antragsteller Monsanto im Zulassungsverfahren vorgelegte Fütterungsstudie mit Ratten. Im März veröffentlichte eine Arbeitsgruppe um den französischen Wissenschaftler Gilles Eric Séralini eine erneute Auswertung der Daten und äußerte Zweifel an der Unbedenklichkeit von MON863.
Die europäische Kommission hat daraufhin die EFSA aufgefordert, ihre bisherige Stellungnahme im Hinblick auf die Neubewertung der Daten durch Séralini zu überprüfen. Sie sollte hierzu auch Stellungnahmen der Mitgliedstaaten einholen.
Dritte Stellungnahme der EFSA: Keine neuen Erkenntnisse
Eine Arbeitsgruppe der EFSA hat sich mit den statistischen Methoden der Séralini-Analyse beschäftigt, sich mit den Autoren der Studie getroffen und selbst eine neuerliche Auswertung vorgenommen. Zusätzlich wurde ein französisches Institut mit einer weiteren Analyse der statistischen Auswertung der Daten beauftragt. Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten wurden ebenfalls um eine Stellungnahme gebeten.
Zusammenfassend kommt die EFSA zu folgender Einschätzung:
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Alle statistisch signifikanten Abweichungen bei einzelnen Test-Parametern der Fütterungsstudie wurden noch einmal analysiert und bewertet und zwar unter Berücksichtigung von Art und Bedeutung, Ausmaß und Häufigkeit sowie im Hinblick auf eine mögliche Dosisabhängigkeit oder einen Einfluss des Geschlechts.
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Die beobachteten Differenzen lassen sich in den meisten Fällen nicht in Beziehung setzen zu einer bestimmten Dosierung und zum Geschlecht der Versuchstiere. Mal gab es geringere, mal höhere Werte, die als isolierte zufällige Phänomene gedeutet werden können. Unterschiede in Blut- und Urinwerten konnten nicht in den Gewebeschnitten bestätigt werden, und weisen von daher nicht auf Organ-Schädigungen hin.
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Die Hypothese von Séralini, dass die beobachteten Veränderungen in der Gewichtszunahme ein Hinweis sein könnten auf eine Störung des Hormonhaushalts, kann nicht durch die experimentellen Daten belegt werden.
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Im Unterschied zu Séralini hat das GMO Panel die biologische Relevanz aller statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den mit gv-Mais gefütterten Tieren und der isogenen Kontroll-Gruppe eingeschätzt. Dabei wurde auch die natürliche Variabilität berücksichtigt, die sich aus den Daten der mit weiteren konventionellen Maissorten gefütterten Kontroll-Gruppen abschätzen ließ. Vor diesem Hintergrund wurden die Effekte als biologisch nicht relevant eingestuft.
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Nach Auffassung des GMO Panels gibt die Studie von Séralini keine neuen Hinweise auf toxikologisch relevante Ergebnisse. Es gebe demnach keinen Grund, die bereits 2004 abgegebene Stellungnahme, dass Mon863 keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt habe, zu ändern.
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Es wurden zur Bewertung unterschiedliche statistische Methoden angewandt. Das GMO Panel sieht es als notwendig an, die statistischen Methoden zur Auswertung von tierischen Studien zu vereinheitlichen. Es wurde bereits eine Arbeitsgruppe des GMO Panels für diese Aufgabe eingerichtet.
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